Eugenie Schwarzwald

Shownotes

Weiterführende Literatur

Marie-Theres Arnbom: Die Villen von Bad Ischl. Wenn Häuser Geschichten erzählen Deborah Holmes: Langeweile ist Gift. Das Leben der Eugenie Schwarzwald

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00:00:00: Willkommen zu dem Podcast Tanz auf den Vulkan, Iconen von damals und heute.

00:00:06: Mein Name ist Ethel Mehrhaut um mich faszinieren vor allem die Frauen des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts.

00:00:13: Gemeinsam mit meinen Gästen spreche ich über ihre Geschichten und darüber was davon bis heute nachwirkt.

00:00:31: Eugenie Schwarzwald Sie war Schulleiterin, Journalistin, Sozialreformerin und die erste Frau in Österreich, deren Doktorat in Germanistika warb.

00:00:41: Außerdem gründete sie das Erste Realgymnasium für Mädchen und prägte fast vierzeig Jahre lang des sozialen und kulturellen Leben Wienz.

00:00:51: Ihre Texte erschienen in den Foyettons der großen Tageszeitungen und vier Generationen von Wiener Familien schickten ihre Kinder zu ihr, um sie bilden zu lassen aber auch um ihnen ein soziales Bewusstsein mitzugeben.

00:01:05: Hier ein Zitat von Eugenie Schwarzwald selbst Die Gliederung der Gesellschaft in Klassen besteht nun einmal und wir können soweit abzusehen nichts daran ändern.

00:01:16: Wer aber dazu beiträgt, dass in die leitenden und herrschenden Klassen gerechte und gute Gesinnung fester Wille zum Guten aufrechter Mut- und Tatkraft komme Der hat für die ganze Gesellschaft etwas Nützliches und Bedeutendes unternommen.

00:01:32: Und an der nächsten Generation so erzogener wird es dann sein, für das Glück der Jugend weiterer Kreise so zu sorgen wie für das ihrige einst gesorgt worden

00:01:43: ist.".

00:01:44: Und mit diesen Worten von Eugenie Schwarzwald möchte ich ganz herzlich Marie-Thérèse Armborn begrüßen.

00:01:51: Als Historikerin beschäftigt sich ganz stark mit den Frauen der frühen Moderne und ich freue mich sehr auf das Gespräch heute, hallo Marie Thérèse!

00:02:00: Ich

00:02:01: freu mich Dankeschön!

00:02:03: Eugenies Schwarzwalt lässt sich ja kaum in eine Schublade einordnen.

00:02:08: wenn man es trotzdem versuchen müsste wie könnte man sie am besten beschreiben?

00:02:14: Ich glaube, Ölchene Schwarzwald war eine Kämpferin in jeglicher Hinsicht.

00:02:19: In jeglicher Lebenssituation.

00:02:22: Sie hat sich immer durchgesetzt.

00:02:24: Sie hatte einen unglaublich starken Willen gehabt und man konnte ihr auch nicht auskommen.

00:02:28: Ich glaube sie war wahrscheinlich gar nicht so angenehm.

00:02:32: eine unglaublich unangenehme Person, weil sie ja immer etwas wollte.

00:02:37: Und ihr Wille war das was sie angetrieben hat und wenn sie Geld gebraucht hat für irgendwelche Projekte ist ich glaube ich allen Leuten wahnsinnig auf die Nerven gegangen.

00:02:45: aber sie hat dann am Ende immer gesiegt und sie hat das was Sie wollte immer durchgesetzt und das bewohnt euch so wahnsinniger nicht?

00:02:52: War die Bildung der Jugend Ihr größtes Ziel?

00:02:57: Ich würde sagen, anfangs war das tatsächlich ihr größtes Ziel.

00:02:59: Es sind dann andere Ziele noch dazugekommen aber eher war es vor allem ganz wichtig dass die Mädchen eine gescheite Ausbildung bekommen, dass die Mädchen dieselben Chancen bekommen wie die Buben und sie hat ja in ihrer Schule Lehrer beschäftigt, die eigentlich keine Lehrer waren sondern Schönberg und Kokoschka.

00:03:18: Das muss schwierig gewesen sein!

00:03:19: Die haben ja überhaupt kein pädagogisches Talent glaub ich gehabt Aber es werden halt große Namen unglaublich viel weitergebracht haben und sie war getrieben davon, diesen Mädchen eine bessere Zukunft zu geben.

00:03:34: Weil Sie hat sich durchgekämpft, hat studiert zweier damals nicht so einfach.

00:03:38: Man muss jetzt auch noch sagen, auch so einfach passend zur Zeit.

00:03:42: es ging um die Jugend, um den Mädchen aus der Gesellschaft, nicht?

00:03:46: Naja ist das so!

00:03:47: Es war natürlich eine gewisse Gesellschaftsschicht da, die auch ihren Töchtern eine gute Ausbildung bieten wollten.

00:03:54: Und das war zu einem sehr großen Teil des Liberale jüdische Bürgertum von Wien wo einfach statt der starken Zuwendung zur Religion die Bildung zur neuen Religion geworden ist.

00:04:07: Und da wollte man einfach den Mädchen dieselben Chancen bieten, und das war eigentlich ein Großteil ihrer Klientel – das hat gut zusammengepasst!

00:04:16: Die Familien, die Bildungen wollten und sie hat die Bildungsgebote.

00:04:19: Wobei man auch sagen muss, sie war ja nicht die einzige Schule in Wien, die der Mädchen-Bildung angeboten hat.

00:04:25: Da gab es einige Institute, die meisten geführt von Frauen.

00:04:29: Das ist wirklich ein interessantes Thema.

00:04:31: Sie war – sie ist die berühmteste, aber es gab auch einige Schulen parallel zu ihr, die auch in der Innenstadt die Mädchen eben gefördert haben.

00:04:39: also das war schon ein Trend, der da war Gott sei Dank!

00:04:43: Und sie hat aber das erste Real-Gymnasium gegründet Auch mit der Idee, dass Mädchen nicht immer nur sozusagen die

00:04:51: Sprachen

00:04:52: und die schönen Künste quasi lernen sollen.

00:04:55: Sondern auch wirklich in einem Real-Gymnasium eine Berechtigung haben oder?

00:04:59: Absolut!

00:04:59: Und das war eben auch ein Trend.

00:05:01: da gab es dann noch eine zweite Schule auch gegründet von einer jüdischen Familie auch im Real- Gymnasium weil man eben sagen wollte Mathematik ist auch was für Mädchen aber das ist ja schon interessant.

00:05:13: doch heute wenn man sich das anschaut Sagt man immer ja, also die Naturwissenschaften oder Mathematik das ist nur was für die Buben.

00:05:20: Wieso?

00:05:21: Und wer kommt... wieso hält sich das bis heute?

00:05:25: Eigentlich ist es ganz gegen die Intention von Österreich in der Schwarzwald weil warum bitte können Mädchen schlechter Mathematika als Buben?

00:05:32: Ist doch verrückt!

00:05:33: Ja dass ist quasi ein Paradigma das ich bis heute hält.

00:05:36: Absolut und Dagegen wollte sie ankämpfen, aber im Grunde das war ein Punkt wo sie eigentlich nicht gesiegt hat.

00:05:42: Wer sich das eben bis heute hält?

00:05:44: Also abgesehen von ihrer schulleiterischen Tätigkeit – über die werden wir noch kurz dann sprechen bezüglich mit dem Ministerium, mit dem es ja immer im Klinsch war – wollte ich sagen dass sie auch eine unglaubliche Liebhaberin der Künste war.

00:05:58: Ja, das war eher ein riesiges Anliegen vor allem der modernen Künstler.

00:06:02: Sie hat zeitgenössische Künstlern jeglicher Art gefördert und unterstützt, war ihre Freundin.

00:06:08: also sie war auch sehr vernetzt in dieser ganzen Szene.

00:06:11: Und da hat gerade Schoenberg eben Kokosch grad diese modernen künstler unglaublich gefördert unterstützt und hat ihnen eben auch die Möglichkeit gegeben in der Schule zu drichten was wie gesagt ein bisschen eine komische Idee war weil ja ich glaube das war nicht sehr erfolgreich

00:06:28: Sagt, sie hatte aber auch ziemlich viele Feinde.

00:06:31: Es gab Leute, die ihr gar nicht gut gesinnt waren.

00:06:34: zum Beispiel Karl Krauss hat sich ja ziemlich über sie beschwert.

00:06:38: was war das, was die leute so geärgert hat?

00:06:41: Ich glaube Sie war einfach unangenehm in Ihrem fordern, in Ihren Permanenten.

00:06:46: ich glaube das war einfach eine Eigenschaft.

00:06:48: dass sie es gesagt hat das will ich so haben.

00:06:50: und dann mache ich's ein Beispiel während des ersten Weltkrieges ist es natürlich den Menschen schlecht gegangen, vor allem viele Kinder waren unbetreut.

00:07:00: Die Väter waren eingezogen, die Mutter mussten arbeiten und dann waren Ferien und die Kinder haben sozusagen keine Betreuung gehabt.

00:07:08: Und Hunger hatten sie auch?

00:07:09: Und

00:07:09: Hunger hat sie auch ganz genau!

00:07:11: Also eine furchtbare Situation.

00:07:14: Darauf ist jetzt beschlossen.

00:07:15: so geht das nicht.

00:07:16: man muss sich im Sommer um diese Kinder kümmern und hat dass irgendwann im Frühling und hat begonnen, die gesamte Wiener Gesellschaft wirklich zu bombardieren.

00:07:30: Sie wollte Geld, sie wollte leerstehende Häuser, Schlösser, Landhäuser, irgendwelche Hotels, Schulen ... Und sie hat das geschafft!

00:07:41: Unglaublich?

00:07:42: Unglaublig!

00:07:43: Und sie hatte es geschafft für unzählige Tausende Kinder, Wienerkinder Sommer.

00:07:49: Orte zu finden, Geld zu haben um sie zu ernähren.

00:07:53: Und ihnen dort einen Sommer zu bieten wo sie auch mal einen Baum sehen oder was zu essen bekommen oder einfach in den Sommer verbringen.

00:08:00: wie halt ein Kind einen Sommer verbringen soll.

00:08:02: Klingt ja fast wie eine Mutter Theresa muss man sagen.

00:08:05: Absolut.

00:08:07: und aber natürlich war sie in dieser wie soll ich sagen Brachialgewalt mit der sich das durchsetzen wollte war sie natürlich unangenehm.

00:08:15: Ich glaub, das ist den Leuten auf die Nerven gegangen.

00:08:17: Und es war ja aber einfach wurscht und noch kein Kraus war natürlich auch ein unangenehmer Mensch.

00:08:22: also da sind zwei unangenee mehr voneinander gestoßen und die haben sich sicherlich gegenseitig erhofft Unangenehm und nicht so sympathisch gefunden.

00:08:30: Sie hat

00:08:30: ja auch diese Idee dieser Küchen, wo man quasi einen gewissen Mitgliedsbeitrag zahlt und jeden Tag sich eine warme Speise holen kann.

00:08:39: Und das war ein Non-Profit-Organisation sozusagen.

00:08:41: Und es ging ja auch darum, während des ersten Weltkriegs einfach die Bevölkerung zu ernähren.

00:08:46: Auch eine sehr ... Ich muss sagen, sehr sozialistische Idee von ihr oder?

00:08:51: Absolut!

00:08:52: Und es ist ja eben nie darum gegangen, um ihren persönlichen Profit.

00:08:55: Es ist ja immer darum gegangen den Menschen etwas zu geben.

00:08:58: Du hast recht, das ist natürlich ein sehr sozialistischer Ansatz und man muss aber auch sagen – und das vergisst man heute sehr stark – die Sozialdemokratie ist am Anfang geprägt gewesen von sehr vielen liberalen jüdischen Familien aus dem Großbürgertum also die auch Geld hatten Die aber zugleich, vor allem die Frauen gesehen haben wie schlecht es anderen Frauen geht.

00:09:23: Und die haben sich dann für andere eingesetzt aus einem eigentlich humanistischen Ansatz.

00:09:29: Die haben gesehen wie schlechtes den Angestellten, den ganzen Stubenmitteln und denen eingeht.

00:09:33: Die habe auch gesehen wie ungebildet viele Leute sind, wie wenig sie wissen, die haben dann die Volkshochschulen gegründet haben Schulen gegründet, haben eben solche Organisationen gegrüntet wie die Ölchene Schwarzwald Gemeinschaftsküche.

00:09:46: Die haben sich wirklich persönlich dafür eingesetzt dass es der Wiener Bevölkerung besser geht und das finde ich ist ein wahnsinnig wichtiger Ansatz.

00:09:55: und ich sage immer ein bisschen überspitzt weil mir das vor allem das Buch über das Cottage geschrieben habe so aufgefallen ist.

00:10:01: da haben die Leute in ihren Cottageschwillen gelebt und haben sich zugleich für die Sozialdemokratie enorm eingesetzt.

00:10:08: Und man kann fast überspitzt sagen, im Cottage ist eine der Wiegen der Sozialdemokratie.

00:10:15: Würde man vielleicht heute nicht so mehr sehen aber im Grunde ist es so weil das waren Frauen vor allem Frauen mit einem unglaublich hohen sozialen Anspruch und sie haben sich wirklich ganz aktiv dafür eingesetzt.

00:10:27: und die Öschene Schwarzwald war eine sehr laute Sprecherin.

00:10:32: Sie war ja immer im Klinsch mit dem Ministerium.

00:10:35: Sie war der Ministerium immer in Dornem Auge, also einerseits wahrscheinlich als Frau und dann aber auch mit ihren Ideen.

00:10:41: Also da kommt eine daher und will für Mädchen plötzlich alles haben!

00:10:45: Und ich habe ein sehr lustiges Zitat gefunden wie sie mit dem Ministerium über Koska Kokoscha spricht und das wollte ich kurz vorlesen.

00:10:54: Frau Doktor kämpfte für ihn und es gelang ihr, bis zum Unterrichtsminister vorzudringen.

00:10:59: Sie stand vor ihm und rief, Exzellenz!

00:11:02: Oskar Kokoschka ist ein Genie – man weiß es nur noch nicht.

00:11:06: Er antwortete, Genies sind im Lehrplan nicht

00:11:09: vorgesehen.".

00:11:12: Eine geniale Anekdote oder?

00:11:15: Wie großartig auch das ist.

00:11:17: ein bisschen typisch würde ich sagen für die österreichische Bürgertee.

00:11:23: Wenn ich jetzt bös bin, sage ich auch das hat sich nicht sehr geändert.

00:11:27: Es wollen Menschen die ein bürokratisches System erschaffen, nicht unbedingt irgendwelche gravierenden großen Änderungen.

00:11:37: Das wollen die Leute nicht.

00:11:38: Veränderungen sind Bedrohungen und keine Bereicherung.

00:11:41: Das sehen wir anders weil wir sind jetzt nicht in einen büokratischen System eingebettet so stark persönlich.

00:11:48: aber im Grunde ist Veränderung schau mal Das kann nichts Gutes bringen.

00:11:54: Vor allem auch im damaligen, wie du jetzt sagst vielleicht heute aber vor allem im dameligen Österreich.

00:12:00: Und eine Frau die war natürlich noch zusätzlich eine problematische Person Noch dazu eine Frau Die sich nicht dem Klischee unterworfen hat Sondern sie war ja Extremst streitlustig.

00:12:11: Die hat sich ja nichts gefallen lassen und das fasziniert mich ja so an den Schwarzwalds.

00:12:16: Und sie war auch sehr exzentrisch, nicht?

00:12:18: Sie wurde fotografiert von Madame Dora.

00:12:20: Sie trug die Kleide von den Schwestern Flöge.

00:12:24: Sie war befreundet mit Peter Altmann, Oskar Kokoschka, Klimt

00:12:28: etc.,

00:12:29: also sie ... War sie eigentlich eine Salondame der damaligen Zeit?

00:12:33: kann man das so sagen?

00:12:34: Naja, sie war vielleicht nicht so in der Salon-Dame wie die Bertha Zuckerkantel und die Alma Maler Werfel.

00:12:40: Die haben das ja auch viel aktiver betrieben.

00:12:43: Sie hat es auch betrieben aber bei ihr waren andere Dinge wichtiger als die Vernetzung mit Politik und Wirtschaft und Kultur.

00:12:51: Sondern sie war wirklich angetrieben davon etwas zu bewegen im Sinne von Bildung Im Sinne von sozialem Engagement.

00:12:58: Das war eher wichtiger.

00:12:59: Aber natürlich im Großen und Ganzen war sie auch eine Salondame weil sie natürlich so viele Leute gekannt hat Und ihr Mann ist natürlich auch so eine ganz spezielle Gestalt.

00:13:08: Ja.

00:13:09: Hermann Schwarzwald, Hofrat eigentlich ein Beamter der alten Schule ... Das hat das aber alles mitgetragen und das fasziniert mich auch, dass er als eigentlich ...

00:13:21: Nummer zwei

00:13:22: quasi.

00:13:24: Sie war immer im Vordergrund und er hatte im Hintergrund alles irgendwie geregelt.

00:13:34: Sag, wenn man etwas kritisch betrachten könnte.

00:13:38: Dann wäre das wahrscheinlich doch ihre Freundschaft mit Adolf Los in dieser Hinsicht, dass er dann verurteilt wurde wegen Pädophilie und auch allgemein also auch zum Beispiel in der Biografie von Deborah Holmes wird darüber gesprochen.

00:13:54: Das waren natürlich sehr viele junge Mädchen die denn in Kontakt kamen mit diesen Künstlern mit Altenberg und da rau und sie verliebten sich teilweise ineinander.

00:14:03: Das ist ja heutzutage etwas, was so nicht mehr möglich wäre.

00:14:07: Nein das stimmt!

00:14:08: Aber das war natürlich auch eine völlig andere Zeit wo es auch in dem Sinn kein Thema war.

00:14:13: Natürlich bei Lust – das ist die Spitze des Eisbergs gewesen – dass Kindesmissbrauch damals natürlich wie heute auch betalten bergt.

00:14:21: Das ist eigentlich ein Irrsinn.

00:14:24: wenn man sich das auch liest, was er schreibt über junge Mädchen und das ist indiskutabelt braucht man überhaupt nicht drüber reden.

00:14:32: nur Man hat das damals unter dem Aspekt nicht zu gesehen.

00:14:36: Heutzutage ist man da viel sensibler, aber das war damals leider Gottes kein Thema.

00:14:44: Das war kein Thema!

00:14:46: Das ist das Problem.

00:14:49: Neben ihren schulleiterischen Aktivitäten hatte sie auch, wie du gesagt hast, diese Ferienlage?

00:14:54: Aber wo hatten Sie die überall?

00:14:57: Sie hatte einige Ferienlager im Sämmering-Gebiet, aber das Wichtigste für sie war die Villa Seeblick am Grundelsee.

00:15:05: Und dort hat sie wirklich die Möglichkeit gegeben nicht nur für Schüler und Schülerinnen ihrer Schulen sondern auch für nach dem Ersten Weltkrieg mittellose Künstler, Wissenschaftler, Intellektuelle dass man da den Sommer miteinander verbringt Und dort hat man die Leute zusammengebracht und da haben ganz eigene Regeln gegolten, ganz interessant.

00:15:28: Zum Beispiel gab es keinen Alkohol, verstrengstens verboten... ...und man musste künstlerisch irgendwas beitragen!

00:15:35: Also es war nicht so dass man dort nur herum gesessen ist und sich die Sonne angeschaut hat sondern man musste etwas beiträgen.

00:15:41: und dann möchte ich eine ganz genannte Gdote vorlesen weil das gerade so nett ist.

00:15:48: Die Journalistin Clara Mautner fuhr in die Villa Seeblik und hat dann eben in der Zeitung darüber berichtet.

00:16:19: Viele Künstler sind im Hause Maler, Schriftsteller, Schauspieler und vor allem Musiker.

00:16:24: Am Abend wird getanzt – unweigerlich und ausnahmslos!

00:16:29: Der netteste von allen Hofräten ein wahres Hofratsjuwel setzt sich zum Klavier- und spielt-Foxtrotz mit den geistreichsten Texten z.B.

00:16:40: der Häupting der Abatschen, ich geb dir eine Wartschen und ähnliches.

00:16:44: Schön ist es jedenfalls.

00:16:45: Die jungen Mädchen hüpfen mit leuchtenden Augen und flatterten Zöpfen herum, sie können nicht genug bekommen.

00:16:52: Und wenn die Burschen teils aus Müdigkeit, teils als Würde nicht weiter wollen dann fasst es eine Dirndl das andere und sie drehen sich miteinander.

00:17:02: Und das ist so schön, weil ich finde, es sagt zu viel über diese Atmosphäre dort aus.

00:17:06: Man war gemeinsam verschiedene Generationen und man hat dort den Sommer verbracht.

00:17:11: Hier war einfach ein riesiges Anliegen.

00:17:14: Es gibt doch so schöne Fotos von diesem Sommer da draußen.

00:17:17: Da kannte Ian Fritell vorbei.

00:17:19: Der war auch ein enger Freund von ihr.

00:17:21: Sie wird dann auch so wunderbar beschrieben gerade von Jakob Wassermann, der im Schriftsteller ja auch in Aussee war ... Man gewahrt eine Frau von untersetzter Statur stark heilsig, stark nackig und stark blickend.

00:17:35: Kurz haarig, dunkel von Prägung, straff von Muskeln entschlossener Bewegungen mit einer Stimme die etwas vom Schmettern der Trompete

00:17:44: hat.".

00:17:45: Mit Gästen, in denen die eine ungeduldt die andere unterdrückt und aufzehrt mit einem Körper den er eine Überfülle von Blut speist und in Schier beängstigender Lebendigkeit erhält.

00:17:57: Ja, Vollblut!

00:17:59: Dies gibt sich auf den ersten Blick kommt.

00:18:01: Reinste, edelste Rasse.

00:18:04: Was für ne schöne Beschreibung dieser temperamentvollen Frau.

00:18:08: natürlich Jakob Wassermann in seiner schriftstellerischen Art und Weise hat das gut ausgedrückt Und dort hat man eben dann auch permanent was unternommen und das hat sie eben an verschiedenen Orten gemacht.

00:18:19: Sie selbst war meistens wohl in der Villa Seeblick, hat aber da doch eine Geschäftsführerin gehabt die das Ganze in ihrem Sinne wirklich großartig geleitet hat.

00:18:28: Marie Stiasni-Histie... Das war auch ... Also, man weiß nicht genau diese Geschichte.

00:18:34: Das war so ein bisschen eine Menage à trois...

00:18:36: Ich wollte gerade sagen also wenn ich mir die Briefe durchlese wie sie mit der schreibt oder mit anderen habe ich das Gefühl dass Sie vielleicht nicht immer nur Ihrem demännlichen Geschlecht zugewandt waren.

00:18:49: Ja, ich glaub das war eine ...

00:18:51: Wahrscheinlich etwas, was in dieser Gesellschaft auch gar nicht so thematisiert wurde.

00:18:54: Das war sowieso klar, dass darüber nicht gesprochen

00:18:57: wird.

00:18:57: Aber das war ja eben eine extrem liberale aufgeschlossene

00:19:00: Gesellschaft.

00:19:01: Ja aber dann des zwanzigsten Jahrhunderts darf man nie vergessen diese ganzen moderne Gedanken waren doch noch eingebettet in der Gesellschaft.

00:19:11: Man hat über vieles einfach gar nicht gesprochen und das war einfach da.

00:19:16: Aber diese liberein Gedanken waren da und man weiß auch nicht, war die Marie der Eugenie zugewandt oder dem Herrmann.

00:19:23: Das ist ja nicht so ganz klar.

00:19:25: Es ist wirklich eine Menage à Trois in alle Richtungen.

00:19:29: nur das war einfach im Prinzip egal was auch immer etwas getan hat es zwar hinter verschlossenen Türen aber Die Leute waren einfach aufgeschlossen.

00:19:40: Und das ist ja genau das Problematische, dass all diese moderne Aufgeschlossenheit mit dem Jahr-III.

00:19:47: weg war!

00:19:48: Weil dann kam einfach die Nazi-Ideologie und die hat alles was modern war verteufelt – und ehrlich gesagt bis heute leiden wir darunter.

00:19:58: Das ist hier in der Ausmaß, indem es in den Zwanziger und an den Beginnenden Dreißiger Jahren da war, genau diese Geisteshaltung einer Öscherin Schwarzwald Die ist ja nicht wirklich zurückgekommen.

00:20:08: Ja,

00:20:08: hast du recht!

00:20:09: Und bleiben wir jetzt kurz zu diesem künstlerischen Ansatz von dem Du gesprochen hast.

00:20:14: Fällt Dir ein Lied ein?

00:20:15: Vielleicht passend zur Eugenie Schwarzwald oder allgemein zu diesem Ambiente auch dort an einem See?

00:20:22: Fällt dir Deinen Lied Ein aus der

00:20:24: Zeit?!

00:20:25: Du bist ja auch ein großer Musikliebhaber.

00:20:27: Ja, da muss ich jetzt gut ein bisschen nachdenken!

00:20:30: Im Grunde war es natürlich immer passt... Also es passen mehrere Sachen.

00:20:34: Es passt natürlich die Unterhaltungsmusik Das ist gar keine Frage Die passt immer.

00:20:38: und da gibt's ja gerade im Salz kann man gut genug Beispiele.

00:20:43: Wir müssen nur über das weiße Rösten reden.

00:20:46: Aber wenn ich eine Öschinischwarze denke, denke ich weniger an Unterhaltungsmusik Sondern da denke ich ...assoziativ bin eigentlich in Gustav Mahler.

00:20:56: Spannend!

00:20:57: Warum auch immer?

00:20:58: Ich kann das jetzt nicht erklären... ...Gustav Mahlar, der ja einige Sommer am Adtersi verbracht hat und dort so wunderbare Lieder- und auch Symphonien geschrieben hat.

00:21:09: Also wahrscheinlich gegen heute Morgen übers Feld ist ein Lied, dass mir spontan eigentlich einfallen würde wenn ich an die Ölchene Schwarzwald denke.

00:21:37: Waren auch andere Musiker in dieser Villa, wie Walter Jurman oder Fritz Grünbaum?

00:21:43: Das weiß ich jetzt gar nicht.

00:21:45: Weißt du wer da eigentlich

00:21:46: so zu Besuch war?

00:21:47: Ja ein bisschen weisen wir uns, man weiß es jetzt nicht ganz genau, aber sie schreibt dann auch, wer da eben da war zum Beispiel Rudolf Serkin der Pianist, der war dort.

00:21:57: Eben Fritell Jakob Wassermann habe ich schon erwähnt.

00:22:00: Dann die Sängerin Lotte Leonhardt war auch dort.

00:22:04: Die war eigentlich eine Lied und auch ein Deuenseingerin, die war auch viel dort.

00:22:07: Und hat dort permanent halt singen

00:22:09: müssen.".

00:22:10: Was da was ich auch spannend finde danach zu besprechen sie ist ja nicht nur in Österreich geblieben sondern ist dann später nach Berlin also ausgewandert.

00:22:19: das der falsche Begriff.

00:22:20: aber sie hat eben dieses Küchenkonzept auch dann im berlin weitergeführt.

00:22:25: Ich finde es interessant, was eigentlich da die Motivation dafür war.

00:22:28: Aber sie wollte auch wirklich schon bei den Deutschen helfen?

00:22:32: Kannst du mir darüber erzählen?

00:22:34: Ja ich glaube auch das unterschätzen wir.

00:22:36: Sie war zwar in Wien aber sie war international total vernetzt.

00:22:41: Karin Michaelis eine Dänin, auch eine Frauenrechtlerin, meine enge Freundin von ihr und man hatte Kontakte einfach in ganz Europa Und sie war ja eine Frau, der war wie natürlich irgendwann zu klein.

00:22:54: Die wollte ihr Konzept der Welt präsentieren und Berlin war natürlich in der damaligen Zeit in Europa ein wirklich wichtiger Staat mit wahnsinnig vielen Leuten, viel Armut aber auch mit viel Geist.

00:23:07: also Berlin war eigentlich die Stadt wo ganz viele österreichische Künstlerinnen und Künstlern hingegangen sind den Wien einfach ein bisschen zu provinziell und zu klein geworden ist.

00:23:17: Ja,

00:23:17: es gab einen sehr regnen Austausch damals?

00:23:19: Ja, Austausche ist eigentlich der falsche.

00:23:21: Es war ein Braindrain nach Berlin!

00:23:24: Gut, was aus?

00:23:27: Das heißt, in die Künstler sind dann alle wieder zurückgekommen.

00:23:31: Insofern war's ein Austauscher bei kein freiwilliger, sondern eigentlich einer zwungener Austauscht.

00:23:36: Aber Berlin war das, wonach die Wiener gestreht haben – das war einfach die Stadt, in der etwas passiert ist.

00:23:43: Und das war ja auch wirklich die offenste Stadt meiner Meinung nach in Europa, in den zwanziger-dreißiger Jahren.

00:23:49: Wo wirklich keine Grenzen waren aber wozu gleich eben auch wahnsinnige Armut geherrscht hat wie in allen Städten und das war für sie natürlich ein gutes Plaster.

00:23:58: Und diese soziale Vernetzung hatte er dann am Ende ihres Lebens sehr geholfen.

00:24:03: Sie ist ja dann achtund dreißig in die Schweiz emigriert und war dort arm.

00:24:09: Also wirklich an Armut gelitten und wurde dann von einer amerikanischen sehr bekannten Journalistin unterstützt.

00:24:17: Genau, also sie war ja wie der Anschluss war gerade in Dänemark bei ihrer Freundin Karin Michaelis und ist von dort dann direkt in die Schweiz.

00:24:26: Ihr Mann war mit der Marie Strasse in Wien.

00:24:30: Er musste aus seiner Wohnung sofort heraus.

00:24:33: Ihre Familie hat in Pötzelsdorf gewohnt, die hatten dort ein Haus, sie hat ihn sofort zu sich genommen nach Pötzelnsdorf und hat dann alles in die Wege geleitet damit er auch in die Schweiz reisen kann ist mit ihm auch in der Schweiz.

00:24:44: Die waren dann zutritt in der schweiz und sie hat sich dann auch um dieses alte Ehepaar die gebrochen waren in der schwitz wirklich ihr sie nicht gekümmert und hat eben auch versucht zu schauen, dass eben Unterstützerinnen vor allem aus Amerika irgendwie da ein bisschen Geld bringen.

00:25:02: Sie war ja wirklich bewundernswerte Eugenie Schwarzwalds, weil sie hat bis zuletzt noch Pläne geschmiedet, nicht?

00:25:07: Hat gesagt, sie möchte ein österreichisches Hotel in Frankreich dann eröffnen

00:25:11: etc.,

00:25:12: aber sie hat dann auch am Ende geschrieben noch in einem ihrer letzten Briefe.

00:25:17: Bildung nichts mehr zu tun haben, weil das was sie jetzt sieht, was eben im Nazi-Deutschland und Österreich passiert.

00:25:23: Das hat ihr jegliche Energie und Willen geraubt?

00:25:28: Das glaube ich auch.

00:25:29: Also ich glaub Sie war wirklich eine gebrochene Frau am Ende ihres Lebens.

00:25:33: Sie ist ja auch in der Schweiz gestorben.

00:25:35: An Krebs nicht?

00:25:36: Genau an Krebs!

00:25:38: Ist immer die Frage ob das nicht... Krebs kann ja sehr psychisch ausgelöst sein, ob es nicht so eine typische Art von Kummerkrebs war dass sie einfach auch gesehen hat, die gesamtes Lebenswerk.

00:25:48: Alles wofür sie sich ihr Leben lang eingesetzt hat wird einfach weggewischt ist nichts mehr wert, wird eigentlich niedergetreten um so ein bisschen ein brutaleres Wort zu verwenden.

00:26:01: also alles wofur sie sich eingesetzt und wofü sie gelebt hat das war einfach nichts mehr Wert und ich glaube das hat sie einfach nicht verkraftet was ich verstehen kann, weil das war ja für sie wirklich auch das wirkliche Ende ihres Lebens.

00:26:17: Was da passiert ist?

00:26:19: Heutzutage kennt man den Namen Eugenie Schwarzwald.

00:26:22: Er war relativ lange in Vergessenheit.

00:26:25: Das wird jetzt immer mehr wieder aufgearbeitet.

00:26:28: Wie erklärst du dir das, dass man sie so lang vergessen hat?

00:26:31: War das nicht eine Künstlerin oder eine Kulturschaffende, sondern eher diejenige, die Fäden in der Hand gehabt hat?

00:26:39: oder warum war das so?

00:26:41: Also ich glaube, es hat mehrere Gründe.

00:26:43: Ein Grund ist natürlich dass die Nazi-Zeit erst schon geschafft hatte Erinnerung an sehr viele Menschen Die vorher sehr wichtig waren und auch ausgelöst haben wirklich nachhaltig auszulöschen.

00:26:56: Muss man ganz ehrlich sagen So ist das einfach.

00:26:59: Das ist nicht nur bei der Eugene-Schwarzwald, sondern auch bei unzähligen anderen.

00:27:03: Wenn man sich überlegt, wie immer wir finden so viele Familien Menschen, die wirklich wichtig waren, über die kein Mensch mehr irgendwas weiß – das ist ja etwas, was mich nach wie vor irritiert, dass ich überhaupt doch so viele Familie finde, die einfach vergessen sind.

00:27:23: Ach heute noch!

00:27:24: Bei der Öschine-Schwarzwald kommt natürlich viel dazu.

00:27:26: Dass Konservative denken, dass dann wieder eingesetzt hat auch nach dem Zweiten Weltkrieg.

00:27:31: Wien war wahnsinnig konservativ.

00:27:34: Das ist Nazi-Denken nicht weggegangen, sondern man ist ja wirklich zurückgefallen um ... ich will nicht sagen Jahrhundertei, aber doch eine lange Zeit.

00:27:43: Keiniges?

00:27:44: Man ist im neunzehnten Jahrhundert wieder gelandet.

00:27:46: Alles das, was an Modernität da war, war nach dem zweiten Weltkrig auch nicht gewünscht.

00:27:55: Ihre Schülerinnen haben sie also nicht alle, aber ein Großteil der Schülerinnen hat sie geliebt und verehrt.

00:28:04: Und die haben sich regelmäßig getroffen sei es in der Immigration in Amerika, sei es dann auch wieder in Wien.

00:28:11: Die haben einen Netzwerk immer gehabt und unsere Nachbarin ist jetzt deren Mutter war auch in der Schwarzwaldschule und sogar die Tochter, die jetzt einer Neunzig ist.

00:28:24: Erzählt mir heute noch mit leuchtenden Augen von der Begeisterung ihrer Mutter für diese Schwarzwaldschule.

00:28:32: Das ist drinnen gewesen – in den Menschen!

00:28:35: Und dann haben natürlich manche auch darüber geschrieben wie das war.

00:28:40: Die Frau von Zugmeier hat ja vererrt die Ösche in der Schwarzwahl

00:28:47: Und berechtigterweise muss man sagen, weil finde mir so eine Person die so viele Errungenschaften durchgesetzt hat.

00:28:54: Die sich so für Menschen eingesetzt hat, seien es jetzt Mädchen oder eben arme hungernde Künstler?

00:29:01: Das ist doch unglaublich!

00:29:03: Da komme ich gleich zu meiner letzten Frage Was ist von Eugenie übrig geblieben?

00:29:10: Und was würde sie heute über unsere Zeit sagen.

00:29:13: Also, was ist von ihr übrig gebleiben?

00:29:15: Das ist eben das Fantastische dieses Netzwerk, dass in die nächste Generation geht.

00:29:20: und diese Damen, die sich da seit Jahrzehnten ein wenig getroffen haben sind irgendwann einmal dem Robert Streibel begegnet einem Historiker im österreichischen verstanden, wo er dahineingeraten ist und hat begonnen die Dame zur Intvion.

00:29:40: Hat begonnen regelmäßige Schofix mit denen zu machen und hat begun aufgrund Erinnerungen der Schülerinnen Eugenie Schwarzwalds Leben und Wirken aufzuarbeiten.

00:29:51: Und das muss man wirklich im höchstens anrechnen dass er das gemacht hat weil er hat dadurch auch die Eugenies Schwarzwalt wieder in die Erinnerung zurückgeholt hat Ausstellungen gemacht, hat Bücher geschrieben.

00:30:02: Hat eben dieses Wissen auch wirklich bewahrt, weil das Wissen der Schülerinnen ... Die haben sich halt gegenseitig erzählt, aber wenn das niemand aufschreibt ist es schade.

00:30:12: Das heißt dadurch durch die Schülerinnen ist es weitergetragen worden und das ist eigentlich was Wahnsinnwichtiges.

00:30:20: D.h.,

00:30:20: sie ist nicht vergessen.

00:30:22: Und das ist schon das Wichtigste, was man sagen kann.

00:30:25: Das würde sie heute sagen.

00:30:27: Ich glaube, Sie würden sich wundern, dass man wieder einen Punkt angekommen ist, wo es eigentlich begonnen hat.

00:30:33: Also sie würde jetzt wieder kämpfen und sich wieder für Arme einsetzen.

00:30:37: Sie würde sich für bessere Bildungsmöglichkeiten gerade für die vielen Leute einsetzen, die jetzt nach Österreich kommen und wirklich problematische Situationen natürlich haben Und sie würde sich natürlich sehr für eine Reformierung des Bildungssystems hinsetzen, dass es eben etwas flexibler wird und offener wird.

00:30:58: Ich glaube ... Sie würde sicher bei jedem Ministerium ein großes Theater machen, wenn man ihr die Förderungen kürzen würde für Kinder- oder Mädchenbildung erwachsen?

00:31:08: Ich glaub',

00:31:09: sie würd' sich das einfach nicht gefallen lassen!

00:31:11: Sie wüttert dort stehen, wütterschreien, also im Sinne von nicht schreien sondern im Sinne, sie wäre laut Und sie würde in den Zeitungen permanent Artikel schreiben, wie sie es auch damals gemacht hat.

00:31:23: Sie ist jemand gewesen und das wäre sie auch heute, die sich einfach nichts gefallen lässt.

00:31:28: Das ist eigentlich das größte Vorbild, dass man haben kann.

00:31:31: Man muss sich für Sachen wirklich mit Empathie- und Engagement einsetzen und man darf nicht

00:31:37: lockerlassen.".

00:31:39: Und mit diesen Worten, Marie-Thérèse, da kann man gar nichts mehr dazu sagen.

00:31:43: Möchte ich mich ganz herzlich bei dir bedanken für dieses Interview!

00:31:47: Ich hoffe es hat euch gefallen und wir hören uns beim nächsten Podcast.

00:31:51: Und wie meine Großmutter zu sagen pflegte, Tschüss sieb vierte, ciao Papa.

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